Spende als Grundstein für Pilotprojekt in der Ausbildung

Unternehmer Holger Förster wollte sich im Dialog mit den Schülern über deren Berufswahl, Motivation und tägliche Arbeit informieren.

Im Austausch mit den Altenpflegeschülern hatte der Hanauer Unternehmer Holger Förster sichtlich seinen Spaß.

Da staunten die Schüler des Kurses 48 des Ausbildungsinstitutes für Altenpflegeberufe in der Vereinten Martin Luther und Althanauer Hospital Stiftung (VMLS) nicht schlecht: Mitten unter ihnen hatte im Unterricht ein gestandener Hanauer Unternehmer Platz genommen. Holger Förster, gebürtiger Grimm-Städter und Tankstellenbetreiber mit Anlagen im gesamten Bundesgebiet, wollte sich im Dialog mit den Schülern über deren Berufswahl, Motivation und tägliche Arbeit informieren. Hintergrund seines Besuches: Förster ließ der Stiftung unlängst eine großzügige Spende zukommen, die er allerdings an eine Verwendung für die Weiterbildung junger Menschen in der Pflege knüpfte. Der Unternehmer sagte, er habe in der Zeit, die seine Mutter in der Stiftung verbracht habe, den Umgang der Pflegenden mit den Bewohnern schätzen gelernt, die Mischung aus Professionalität und Herzlichkeit erlebt. Im Rahmen einer Unterrichtsstunde, die Förster mit den 27 Schülern des ersten Ausbildungsjahres absolvierte, erfuhr er von ihnen einiges darüber, wie wichtig es sei, die Pflege und die einem anvertrauten Menschen ganzheitlich zu sehen, wie unerlässlich der Austausch mit den zu Pflegenden – auch, wenn diese aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage seien, sich verbal zu äußern. Auch über kulturelle Unterschiede und die damit verbundenen Herausforderungen, etwa in der Pflege der jeweils andersgeschlechtlichen Bewohner, sprachen die Schüler in aller Offenheit. Hier gelte es, individuelle Wege zu finden. Mit der Spende von 25.000 Euro, die Holger und Dorothea Förster der Vereinten Stiftung zukommen ließen, soll ein neues Qualifizierungsprogramm mit dem Arbeitstitel „Projekt zur Sicherung der Pflege 2030“ finanziell angeschoben werden. Stiftungschef Friedrich Trapp, der auf viele weitere Förderer hofft, sagte: Es gilt, alle Möglichkeiten zu nutzen, um Menschen für die Pflege zu gewinnen. Mit dem neuen Projekt wollen wir gezielt diejenigen ansprechen, die bislang keine qualifizierte Tätigkeit für sich gefunden haben.“